Es ist schon eine Weile her, da habe ich diese Tüte gefaltet, die Anleitung habe ich nicht aufbewahrt, weil ich eigentlich dachte, ich würde die Tüte ohnehin nicht noch einmal falten. Und dann brauchte ich auf einmal einen Behälter für meine kleinen bemalten BiEb-Steine und erinnerte mich an die Tüte. Ich habe sie nach meinem Muster gefaltet und mit einem Plüschhenkel versehen. Weil ich sie so knuffig fand, habe ich gleich zig Täschchen gefaltet und sie mit Steinen, Faltkranichen oder Faltfröschen und Sprüchen gefüllt 🙂 Bei nächster Gelegenheit werde ich sie als Wundertüte verkaufen, aber für diejenigen, die es jetzt schon nachfalten möchten, ist hier meine Anleitung.

Mini-Tasche falten

Ihr benötigt ein quadratisches Blatt Papier, das für die Anleitung hat das Format 15 cm x 15 cm.

1. Zunächst wird das Blatt mit der Schmuckseite nach außen in der Mitte zum Rechteck gefaltet, dann geöffnet, um 90 Grad gedreht und erneut zum Rechteck gefaltet.

2. Danach werden alle Ecken zur Mitte gefaltet.

3. Dieses Quadrat ist die Grundlage für das Täschchen, dazu muss es gedrittelt werden. Mit ein bisschen Übung kriegt man das auch so hin, aber am Anfang empfehle ich: Das Papier auszumessen, bei mir sind es 10,7 cm, und auszurechnen, wie breit eine Spalte sein muss, indem man die Breite des Papiers durch 3 Teil.

4. Ich habe die 10,7 cm großzügig geteilt und pro Spalte 3,5 cm gerechnet, schließlich verbrauchen die Knicke auch ein bisschen Papier, für die Faltung habe ich ein Geodreieck verwendet, weil ich da 3,5 cm leicht abmessen kann.

5. Die 3,5 cm müssen von allen Kanten gefaltet werden. (Bei größerem Papier ist das Maß natürlich anders!)

6. Aus der Mitte werden zwei gegenüberliegende Flügel geöffnet.

7. Profi-Falter erkennen hier schon, dass das aussieht wie die traditionelle Schachtel, die wir vermutlich alle mal gelernt haben. Ab hier wird in der Tat genauso gefaltet wie bei der Schachtel, da ich noch eine Anleitung im Blog habe, erkläre ich es für Neulinge. Das in meinem Foto obere und untere Drittel wird hochgestellt.

8. Der aufstehende Teil besteht aus fünf abschnitten, rechts und links Driecken, in der Mitte drei Quadraten. Die untere Kante des rechten Quadrats wird auf die linke Kante des rechten Quadrats gefaltet. Puh, ich hoffe, ihr versteht das, das ist einfach zu falten, aber schwer zu erklären. Ich habe extra zwei Fotos gemacht, damit ihr es besser erkennen könnt.

9. Das gleiche wird an der gegenüberliegenden Seite rechts wiederholt. Und dann wird die nach oben stehende Lasche in die Figur gefaltet.

 

10. Schritt 8 wird an der anderen Seite wiederholt. (Sorry, hier hatte ich versehentlich die Figur gedreht, wollte aber nicht alles noch einmal fotografieren 🙁 )

11. Der „Flügel“, der noch oben steht, wird nur soweit in die Figur gefaltet, dass das überstehende Dreieck darin verschwindet.

12. Die Figur wird aufgestellt und die Kante mit der Lasche und die gegenüberliegende werden zusammengedrückt.

13. Der überstehende Teil kann nun vor die gegenüberliegende Kante in die Tasche geschoben werden.

14. Ich habe dem Ganzen noch einen Pfeifenputzer-Henkel verpasst, da kann man natürlich auch Geschenkband, Papierdraht o. ä. nehmen.