Es muss nicht immer ein Schokoladen-Osterhase sein, auch wenn ich in den Nachrichten hörte, dass mehr Schokoladen-Osterhasen verkauft werden als Schoko-Weihnachtsmänner. Dieser traditionelle Papier-Hase, der es auch in mein Origami-Buch geschafft hat, ist garantiert kalorienfrei und macht nicht dick, entspannt allerdings 🙂

Und so wird der Papierhase gefaltet

1) Das Papier mit dem Muster nach unten und einer Kante zu sich legen. Eine  parallele Mittellinie falten, das Rechteck öffnen und die rechte und linke Kante zur Mittellinie falten. (siehe Übersicht 1 und 2)

2) Alle vier Ecken bis zur Mittellinie falten, wieder öffnen und nach innen falten. (siehe Übersicht 3 bis 5)

3) Die Figur wenden und das obere Dreieck nach unten und das untere Dreieck nach oben falten. (siehe Übersicht 6)

4) Die Figur erneut wenden und die obere rechte und linke Kante zur Mittellinie falten. (siehe Übersicht 7)

5) Die Spitze soweit zur Mitte falten, dass die untere Hälfte des Elements nach vorne springt. (siehe Übersicht 8)

6) Die Figur an der Mittellinie falten, sodass die Faltungen nach außen zeigen. Ziehen Sie den Teil mit den abstehenden Spitzen etwa 30° nach oben, das ist der Kopf mit den Ohren des Hasen. (siehe Übersicht 9)

7) Den restlichen Figurenteil nach hinten und wieder nach vorne falten, den hinteren Teil und an der Faltlinie nach innen drücken. Das werden Körper und Füße des Hasen. (siehe Übersicht 10 und 11)

8) Zum Schluss die vordere Spitze der Schnauze nach innen drücken und die Ohren ein wenig auseinander ziehen. (siehe Übersicht 12)

Ostern kann kommen 🙂

Wer hat den Hasen „erfunden“?

Das Hasenmodell ist nicht von mir, auch wenn ich bei den Hasen, die in meiner Wohnung stehen, kleine Modifikationen vorgenommen habe. Als ich den Blogbeitrag schrieb, bin ich davon ausgegangen, dass es sich bei diesem Hasen um ein traditionelles Faltmodell handelt. Dann wurde ich darauf hingewiesen, dass es von Stephen O’Hanlon stammt, als Beleg schickte man mir den Link zu diesem PDF, auf dem allerdings der Name nicht steht. Wenn ich im Internet recherchiere, finde ich so viele Anleitungen dieses Hasen, selbst auf Japanisch, dass man nicht mehr wissen kann, wer die Idee zuerst hatte. Das ist übrigens ein Problem beim Origami, die Anleitungen werden im wahrsten Sinne des Wortes von Hand zu Hand weitergegeben, ohne das der Erfinder kommuniziert werden kann – und viele Modelle werden auch unabhängig voneinander entwickelt. Ich erinnere mich noch gut, an meine Anfänge, ich war so stolz, dass ich eine Blume „erfunden“ hatte und dann fand ich sie Monate später in einem Buch, das ich noch nie vorher gesehen hatte.