Als ich entdeckt habe, dass in der Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn eine Ausstellung mit Papierskulpturen gezeigt wird, war klar, dass ich dorthin wollte. Da passte es gut, dass ich ohnehin in Stuttgart war, um meine Ausstellung Literaturart mit Papierfaltobjekten auf- bzw. abzuhängen. Am Mittwoch war es endlich soweit und ich war begeistert. (Foto zeigt „Flying Boxes“ von Thomas Hirschhorn)
Ja, ich weiß, dieser Beitrag widerspricht meiner Anmerkung, dass PapierZen kein Origami ist. Natürlich kann man jedes Origami-Element auch für PapierZen nutzen, indem man es immer wieder faltet und verschenkt oder ein Objekt daraus gestaltet. Deshalb passt das Falten von Kranichen doch wieder zum PapierZen und letztlich haben sie mich erst auf die Idee zum PapierZen gebracht.

Seit Mittwoch trifft sich auf der Creativa wieder die Bastel- und Handarbeitszene, die inzwischen längst um die Backszene erweitert wurde, aber an Fondant, Wolle & Co habe ich vorbeigeguckt und mich auf die Papierangebote konzentriert 🙂
In den USA soll heute der Tag der Schlange sein, sagt der Kalender der kuriosen Feiertage. Ein schöner Anlass, euch die Papierschlange zu zeigen, die ich im letzten Jahr in meiner Experimentierphase gefaltet habe. Ich habe sie heute noch mal nachgefaltet, um Fotos zu machen. Diese Form des PapierZen ist auch sehr entspannend und es lässt sich noch soooo viel daraus machen, aber im Moment habe ich eine andere Faltvorliebe 🙂

Seit ich vor gut einem Jahr den Werkstoff Papier wieder für mich entdeckt habe, will ich auch alles über Papier wissen und deshalb musste ich unbedingt zur Paperworld. Ja, ich gebe zu, im Alltag geht diese Recherche manchmal etwas unter. Aber auf der „Internationalen Fachmesse für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren“ habe ich viel Neues erfahren und einige Ideen sowie Papiere mitgebracht.
Kaum waren die ersten Frühlingsstrahlen erwacht, da erwachte in meinem Umfeld auch schon das Interesse an gefalteten Schmetterlingen. Und da man mitbekommen hatte, dass ich Papier falte, kam gleich die Anfrage, ob ich denn einen Schmetterling falten könnte. Naja, Schmetterlinge falten entspricht nicht meiner Idee von PapierZen, aber man kann sie ja dazu machen. Aber das Thema ist auch ein gutes Beispiel dafür, warum Origami oft nicht entspannend ist. Man nimmt sich vor, einen Schmetterling zu falten und probiert eine Anleitung nach der anderen aus. Am Ende sehen die Ergebnisse – wie bei mir – eher aus wie Flugsaurier oder zu klein geratene Flugzeuge. Statt Entspannung kommt Frust auf und man verliert die Lust am Falten.
Ich wusste nicht, dass die Technik aus der das nebenstehende Bild – übrigens aus meiner Kindergartenmappe! – entsteht Klecksographie heißt. Vermutlich ist das kaum jemandem bekannt, der Dichter Justinus Kerner hat den Begriff vor Jahrhunderten geprägt und im Schiller-Nationalmuseum kann man einige seiner unglaublichen Klecksographien bestaunen.
Vor einigen Jahren bin ich über eine Ausstellung auf die Dortmunder Designerin Tanja Melina Moszyk und ihre Aktion PostkART Verbindungswege aufmerksam geworden. Und in diesem Jahr habe ich kurzfristig entschieden, mich an dem Projekt zu beteiligen.
Nachdem ich von verschiedenen Seiten vor einigen Wochen plötzlich wieder auf Friedrich Fröbel aufmerksam wurde, habe ich eine Reise mit einem Besuch im Friedrich-Fröbel-Museum in Bad Blankenburg verbunden. Am meisten haben mich da – man ahnt es schon angesichts meiner Lieblingsfaltbilder 🙂 – die Faltmuster aus der Zeit Fröbels interessiert.
Na? Wer von euch kann auf Anhieb sagen, wer Friedrich Fröbel war? Ich bin natürlich im Vorteil, weil eines meiner Themen in der Pädagogik-Prüfung lautete: „Die Bedeutung von Maria Montessori und Friedrich Fröbel heute“. Das ist *hust* 🙂 Jahre her und inzwischen hat sich viel getan. Es ist erstaunlich, dass jeder etwas mit Montessori anfangen kann, aber viele nicht wissen, wer Fröbel war, obwohl sie Fröbelsterne basteln, mit Fröbelstäbchen arbeiten, eine Fröbelschule besucht haben oder in einer Fröbelstraße wohnen.