Basteln wurde in meiner Familie groß geschrieben. Ich erinnere mich an zauberhafte Namenschilder für Kindergeburtstage und die Basteleien und Bilder aus dem Kindergarten wurden jahrelang aufbewahrt. Es gab kein Material, zu dem vor allem meinem Vater etwas einfiel und meine Mutter ging zu kaum einem Fest ohne etwas Selbstgemachtes, noch heute geht sie darin auf, Geldgeschenke besonders kreativ zu verpacken.

Kein Wunder, dass ich heute so ziemlich alle Techniken beherrsche – ich kann häkeln, stricken, nähen, filzen, Steinmännchen kleben, Girlandenmännchen und Weihnachtssterne aus Papier schneiden, Himmel & Hölle und vieles andere falten. In den ersten Berufsjahren habe ich für die Kollegen zum Geburtstag individuelle Geburtstagskarten gebastelt und ich glaube, ich habe noch niemals eine gekaufte Weihnachtskarte verschickt, sondern immer geschnitten, geklebt, gefaltet, allenfalls mal eine Geschichte ausgedruckt und nur den Umschlag beklebt.

Als ich Ende des letzten Jahres merkte, dass ich zuviel geschrieben und zu viel am Rechner gesessen hatte, habe ich mich darauf besonnen, wie ich mich Jahrzehnte meines Lebens entspannt habe: durch die Arbeit mit Papier. Da passte es gut, dass die Buchhandlung am Rathaus gleich um die Ecke einen Origami-Kurs anbot, zu dem ich mich sofort anmeldete. Und seither falte ich und bin entzückt, wie schön man mit so wenig Material überall und auch mal in wenigen Minuten entspannen kann.

Als Autorin hatte ich irgendwann die Idee, meine Erfahrungen weiterzugeben – in Büchern natürlich, wo sonst. Bei der Suche nach einem Namen für das, was ich erlebt habe, bin ich schließlich bei dem Begriff PapierZen gelandet, weil es ihn noch nicht gibt und man ihn auch als Verb nutzen kann: Ich papierze :-). Das tue ich jetzt schon seit über einem Jahr und habe daraus zusammen mit meinen Texten und teilweise auch Fotos die Literaturart entwickelt, die ich im Herbst 2016 im Theater an der Volme in Hagen erstmals präsentiert habe. Die Rückmeldungen waren so positiv, dass ich motiviert bin, an dem Thema weiterzudenken.

Lassen Sie sich überraschen, was ich in meinen Schubladen, Ordnern und Büchern gefunden und weiterentwickelt habe.

Porträts & Interviews über mich

Stationen meines Berufslebens

  • Autorin, Herausgeberin und Redakteurin von Büchern, Kundenzeitschriften und Artikeln in Zeitschriften
  • ca. 1.000 Veranstaltungen für Eltern, Lehrer, Erzieherinnen, Jugendgruppenleiter, Ärzte etc. zu Themen rund um Bildung und Erziehung
  • Fachreferentin für Medien, Gewalt und Psychokulte und Geschäftsführerin bei der Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg
  • Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Leiterin PR & Neue Medien und Leiterin Marketing beim Studienkreis
  • Leiterin der Duden Institute für Lerntherapie in NRW in Dortmund und Düsseldorf
  • Ehrenämter, u. a. Vorsitzende der Landesarbeitgemeinschaft Jugend und Literatur NRW
  • Lehraufträge an Fachhochschulen in Stuttgart und Esslingen, der Berufsakademie in Villingen-Schwenningen
  • Praktika im Kindergarten, in Institutionen der Leseförderung und Agenturen
  • Heute: Gründerin & Geschäftsführerin von Die Lernbegleiter, einem Lerncenter zur individuellen Lernberatung & Lernbegleitung in Hagen